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Motorradtour 2016 – Andalusien & Gibraltar

Gibraltar
Gibraltar

Samstag, 04. Juni 2016 – Von Faro nach Sevilla

Kilometer 3521
Die nur 210 km bis Sevilla will ich nicht unbedingt auf der Autobahn fahren. Aber ohne errechnet das Navi ne doppelt so lange Strecke. An der Tankstelle vor der Autobahn sprechen mit zwei protugisische Polizisten an. Der eine sogar im besten Deutsch. Der hat 15 Jahre im Ruhrgebiet gelebt und gibt mir Tipps wie ich den Teil der mautpflichtigen Autobahn in Portugal umfahren kann. Und kurz vor der Grenze nach Spanien bis nach Sevilla kostet die auch keine Maut mehr – gut zu wissen! Und so bin ich auch schon zu Mittag in Sevilla, also wieder zurück in Spanien. Meine Herberge heißt Hostel One Centro und befindet sich in der Innenstadt. Nach dem Einchecken wird die Stadt erkundet.
Die wohl beste Aussicht über die Stadt hat man vom Metropol Parasol, eine Holzkonstruktion in der Altstadt die eine Länge von 150 Metern, eine Breite von 70 Metern und eine Höhe von 26 Metern hat und als größte Holzkonstruktion der Welt gilt. Der Eingang ist nicht leicht zu finden da der sich in der Tiefgarage unten befindet. Weiter Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale der Stadt, der mittelalterliche Königspalast Alcazar und vor allem der Plaza de Espana. Die Stierkampfarena nicht zu vernachlässigen.
Im Hostel One Centro gibt’s sogar ein kostenloses Abendessen bevor man sich auf Kneipentour in die Altstadt begibt. Hier ist abends ganz schön viel los. Es scheint die halbe Stadt hat Ausgang heute.


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Sonntag, 05. Juni 2016 - Von Sevilla über Ronda und Gibraltar nach Granada

Kilometer 4046
Heute muss ich früh aufstehen, ohen Früstück (das gibt's später unterwegs) da mal wieder ne Mammutetappe auf dem Programm steht.
Zunächst führt die Fahrt etwa 2 Stunden in südöstlicher Richtung nach Ronda. Ronda ist eine Kleinstadt in der andalusischen Provinz Málaga (Spanien). Sie liegt auf einer Höhe von 723 m über dem Meeresspiegel in einer als Serranía de Ronda bekannten Berglandschaft. Die Stadt liegt rund 113 km westlich der Provinzhauptstadt Málaga und 50 km nördlich der Costa del Sol. Bekannt ist Ronda vor allem für seine maurisch geprägte Altstadt, die auf einem rundum steil abfallenden Felsplateau liegt. Die Altstadt ist durch eine knapp 100 m tiefe vom Río Guadalevín gebildete Schlucht getrennt. Überspannt wird der Abgrund durch eine tolle Steinbrücke.
Eine supertolle, etwa 40 km lange Motorradstrecke folgt von den Bergen um Ronda hinab zur Costa del Sol nach Marbella in einer breiten, sehr gut ausgebauten Straße mit vielen Kurven und Kehren. Unterwegs kann man in einer Motorradkneipe einkehren. Am heutigen Sonntag ist hier der Teufel los. Es muss wohl eine geführte Motorradtour hinauf nach Ronda im Gange sein. Denn hunderte von Bikern begleitet von mehereren Polizeifahrzeugen kommen mir entgegen. Die Weiterfahrt der Küste entlang Richtung Süden ohne Autobahn ist etwas langwierig und langsam. Denn die Strecke führt durch viele Küstenorte mit entsprechend viel Verkeher und 50er und 30er Zonen.
Gegen 14:30 Uhr ist dann endlich der Felsen von Gibraltar in Sicht. Diese kleine, nur 5 km große Enklave gehört den Briten. Bin wohl grade noch rechtzeitig vor dem Brexit hierhergekommen. An der Grenze wollen die sogar meinen Perso vorzeigen, aber ich darf reinfahren. War zwar noch nie in England aber nach Hong Kong 1998 das 2. Mal auf britischem Hoheitsgebiet. Um in die Stadt zu kommen muss man aber zunächst die Rollbahn des Flughafens überqueren wenn die grade vom Flugverkehr frei ist. Es gibt hier zwar viele Ausschilderungen aber die Straße zum Gipfel des Felsens ist schwer zu finden. Ein einheimischer Biker aus Gibraltar leistet mir Hilfe und fährt voraus. Auf halbem Weg werden wir von einem Polizeiposten angehalten - nur einheimische Fahrzeuge dürfen rauffahren, ausländische nicht! Wo bleibt da der europäische Gedanke? Alle Überedenskünste des Bikers aus Gibraltar helfen nichts. Ich muss umdrehen und mit der teuren Seilbahn für 19.50,- Euro rauffahren. Trotzdem lohnt es sich auf den Felsen zu gehen denn die Aussicht ist grandios. Man sieht über die ganze Bucht von Algeciras bis hinüber nach Marokko in Afrika. Bis dorthin sind's grade mal 20 km!
Über Marbella und Malaga geht es dann am Nachmittag weiter nach Granada. Die Rezeption in meinem Hostel ist Sonntags um 19:30 Uhr leider nicht mehr belegt und so muss ich mir ein anderes suchen. Das dauert ne ganze Weile denn hier in der Innenstadt haben die Fußgänger Vorfahrt. Habe noch nirgends so viele überflüssige, ständig rot leuchtende Fusßgängerampeln gesehen wie in Granada.


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