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World-Tour 2019 – Indonesien (Sumatra)

 Tag 6, Samtag, 19.10.2019 – Von Port Klang nach Tanjung Balai (km 195)

Heute will ich den Sprung nach Indonesien schaffen. Um 11:30 Uhr legt die Fähre ab. Ich soll vor 9 Uhr da sein, sagte die Dame vom Schalter des Atlantic Jetstar Highspeed Ferry gestern. Das bedeutet für mich, um 6 Uhr aufrstehen, alles zusammenpacken, das Motorrad vom Parkplatz zum Hotel zu fahren und beladen. Um 7 Uhr im Morgengrauen komme ich endlich los. Noch einem Boxenstopp an der Tankstelle, denn vorne fehlt gehörig viel Luft, es hatte nur noch ein halbes Bar! Gegen halb neun bin ich dann am Southern Terminal von Port Klang und kaufe das teuere Ticket nach Indonesien. 400 Euro kostet die Überfahrt für das Moped. Da fallen die zusätzlichen 30 Euro für den Personentransport auch nicht mehr ins Gewicht. Ich soll gleich vorfahren mit der BMW heißt es. Die wird dann in die Eingangshalle der Immigration geschoben. Ich muß die Koffer abmontieren und das Gepck abladen. Alles wird fein säuberlich durch den Scanner geschleußt. Anschließend alles wieder aufladen und die Koffer festmachen. Den Ausreisestempel aus Malaysiea besorgt ein junger Beamter in seinem Büro. Ich kann hinausfahren zur Fähre. Die “Ocean Star II” ist gut 5 Meter breit und knapp 40 Meter lang und wurde 1993 gebaut. Sie hinterlässt einen technisch guten, wenn auch einen etwas ungepflegten Eindruck. Sie hat ein gekrümmtes Dach mit einem Unterstand. Da rauf muss das Motorrad. Zwei Fährangestellte besorgen eine Metallplanke und schieben diese vom Pier auf das Dach des Speedboots. Ich soll hinauffahren, sagt man mir. Mache ich nicht!! Das ist euer Job, sage ich denen. Denn wenn die Karre ins Meer fällt bin ich schuld – so nicht! Für 400 Euro erwarte ich ein “Rundumsorglospaket”. Also wird jemand gescuht (und gefunden), der die BMW auf das Dach des Speedboots fährt, was glücklicherweise auch klappt.  Oben angekommen wird sie unter den Unterstand bugsiert und gut verzurrt. Hoffentlich hält das auch auf offener See, denke ich. Sie machen das nicht zum ersten Mal, sagen die Jungs zu mir. Ich verzurre noch zusätzlich alles mit meinen Gepäckspanngurten und mache auch das Gepäck fest.
147 Personen haben hier auf dem Boot Platz, es ist aber nicht mal zur Hälfte gefüllt. Um halb eins, eine Stunde später als geplant, legen wir dann endlich ab. Die Straße von Malakka (Meerenge zwischen Malaysia und Sumatra) ist trozt Regenzeit ruhiger als ich erwartet habe – gut für das Moped. Mein Containerschiff, die Tampa Triumph, muß hier vor 10 Tagen auch durchgefahren sein. Gegen später begebe ich mich dann auf die Brücke zum Captain hoch um ihm über die Schulter zu schauen. Von hier hat man doch die beste Übersicht. Nach drei Stunden Fahrt ist endlich die Küste Indonesiens in Sicht. Eine weitere Stunde später legt das Boot dann endlich am Pier von Tanjung Balai an. Sofort beginnt ein reges Treiben. Alle Passagiere wollen gleichzeitig raus und viele “Kofferkulis” kommen angesprungen um das Gepäck und die mitgebrachten Waren auszuladen. Die BMW, so scheint es, hat die Überfahrt gut überstanden und steht wie heute Vormittag noch angefesselt auf dem Dach des Speedboots. Die Zöllner ermutigen mich erst die Immigration für mich selbst zu machen und dann wieder zurück zur Fähre zu kommen um das Moped entgegen zu nehmen. Ne Viertelstunde später bin ich wieder am Pier, aber es wird immer noch “tonnenweise” Gepäck ausgeladen. Ich frage mich die ganze Zeit, wie die Indonsier das Bike auf dem 5 Meter höheren Dach wieder herunterbekommen wollen. Als das letzte Gepäck dann endlich weggeschafft ist, schieben die Kofferkulis eine große Alutreppe an das Boot und legen vom Dach ein paar hölzerne Planken auf die oberste Stufe. Zu viert manövrieren sie dann die BMW über die Planken die Stufen der Alutreppe hinunter, wo ich sie entgegen nehmen kann. Über den hölzernen Zugang zum Pier fahre ich die Bayerin in das Immigration Gebäude hinein. Dort wird wieder alles Gepäck abgeladen und durch einen Scanner geschleußt. Selbst meine schweißdurchnässten Motorradstiefel müssen da druch. Ein anderer Beamter nimmt mein Carnet de Passage entgegen um es in einem weiteres Gebäude schräg gegenüber zu bearbeiten. Aber alles läuft glatt und ich kann endlich nach Indonesien reinfahren. Leider wird es schon langsam dunkel, sodaß ich nicht weiter komme. Also fahre ich in die Stadt Tanjung Balai rein, um mir ein Hotel zu suchen. Maps.Me schickt mich in das Bengawan Hotel. Eigentlich wollt ich heute früh ins Bett, da ich wirklich platt bin. Aber in Indonesien bist du nie wirklich allein. Eine Männerrunde am Nachbartisch im Restaurant des Hotels lädt mich zum Bier ein und bezahlt sogar meine Rechung – TOP! Und wieder 10 neue facebook-Freunde gefunden!

 

 Tag 7, Sonntag, 20.10.2019 - Von Tanjung Balai nach Medan (km 400)

Die erste Tagesetappe in Indonesien soll mich nach Medan führen. Medan ist die Hauptstadt der Provinz Nordsumatra. Das sind "nur" 185 Kilometer. Aber schon nach den ersten gefahrenen Kilometern aus der Stadt heraus wird mir klar, was mich die nächsten Wochen hier auf der Straße erwartet. Ich war zwar schon einige Male in Indonesien, aber außer ab und an ein Moped gemietet, bin ich hier noch nicht größer unterwegs gewesen. Verkehrsregeln scheint es hier nicht zu geben. Nicht mal so ganz genau auf welcher Straßenseite gefahren wird - die allermeisten fahren links. Jeder fährt grade so, als ob kein anderer auf der Straße ist, das Wort Rücksicht gibt's wohl nicht im indonesischen Sprachgebrauch. Da wird gedrängelt was das Zeug hält, links überholt und rechts überholt. Am schlimmsten sind die Minibusse. Die versuchen dich von der Straße zu drängen. Es gibt einfach nicht genügend Straßen hhier für die vielen Mopeds und Rikschas. Am meisten sind es die LKWs, die die Straßen blockieren. Die fahren oft nur 40 Sachen, und da gibt es bei entsprechendem Gegenverkehr keine Möglichkeit zum überholen - außer in riskanter Fahrweise. Also so wie die Einheimischen hier. Um einigermaßen voranzukommen und Kilometer zu machen muß ich meine defensive Fahrweise lockern und mich anpassen. Mit der Zeit klappt das ganz gut. Mit zwei kleineren Fahrpausen benötige ich für die 185 km doch gute 5 Stunden. Da beschließe ich gleich bei der ersten Fahrt hier meine Route in Sumatra abzukürzen. Denn sonst sitze ich jeden Tag im Sattel. Der nördliche Teil um Banda Aceh ist seit heute "zzrückgestellt".
Nachdem mir gestern fast die Rupies (einheimische Währung) ausgegangen sind, habe ich heute am Geldautomat mal 200 Euro investiert. Das hat mich gleich zm dreifachen Millionär gemacht, so wenig ist die Währung wert. Ein Euro sind etwa 15000 Rupies. Aber um 200 Euro abzuheben musst du den Automaten zweimal bedienen, denn mehr als anderthalb Millionen spuckt der nicht auf einmal aus. Das Oyo Hotel in Medan erreiche ich trotzdem sicher und unbeschadet am Nachmittag. Das hat mir mein "Bikerkamerad" Chairyl empfohlen. Er ist in derselben facebook-Gruppe wie ich: "Indonesian Overland Travellors". Wir treffen uns am Abend mit seiner Frau in einem Restaurant hier um die Ecke. Er ist in Sumatra praktisch schon alles abgefahren mit seiner BMW 1200 GS und kann mir viele nützliche Tipps zu Straßen und Sehenswürdigkeiten geben. Ich versuche, alles in mich reinzusaugen und nichts zu vergessen. Chairyls Nebenjob hier ist, der Import und Vertrieb von BMW Motorrädern. Die können sich hier bei 250% Luxussteuer nur die wirkliche Reichen Leute leisten.

 

 Tag 8, Montag, 21.10.2019 - Von Medan nach Bukit Lawang (km 492)

Bukit Lawang kannte ich vom Reiseführer her schon und auch Chairil hat mir empfohlen hierher zukommen. Es ist eine kleine Stadt 85 km östliche von Medan, tief im Dschungel Sumatras verborgen. Bekannt vor allem deshalb, weil man hier die "Waldmenschen" - Orang Utans - sehen kann. Außerdem bietet der touristische Ort noch einige andere Outdooraktivitäten, wie z. B. Trekking, Rafting oder Tubing. Bukit Lawang liegt am Rand des großen Gunung Leuser Nationalparks. Die Fahrt von Medan hierher dauert etwa 2,5 Stunden und ist zu Beginn wegen des Verkehrs schon stressig. Je näher man dem Ort kommt um sehr leerer werden die Straßen und das Fahren macht soger spaß, wären da nicht immer wieder unbefestigte Straßenabschnitte.
Untergekommen bin ich hier im Ecalauser Ecoresort. Das gehört Munsir, einem guten Bekannte von Chiril. Deshalb bekomme ich es auch um den halben Preis angeboten. Es liegt etwa einen Kilometer außerhalb von Bukt Lawang, direkt an einem Urwaldfluss. Da drin kann man sogar baden. Hinkommen ist etwas schwierig über diverse Schotterpisten und durch enge Pfade im Wald. Vor allem mit der schwer beladenen BMW nicht grade einfach. Ein Angestellter holt mich vom Ort ab und fährt voraus. Sonst hätte ich es nicht gefunden. Das Resort ist erst im Bau. Die Rezeption und zwei Hütten sind aber schon bezugsfertig. Da bleibt am Nachmittag noch Zeit zum relaxen und die Gegend zu erkunden.

 

 Tag 9, Dienstag, 22.10.2019 - Auf den Spuren der Waldmenschen

Für heute habe ich eine Eitages-Trekkigtour in den Dschugel von Sumatrag gebucht. Eiziger Tourteilehmer bin ich. Alle anderen Touren sind mehrere Tage mit Dschungelübernachtung unterwegs. Mein Guide kommt von hier und heißt Eru. Die Gegend hier ist vor allem bekannt durch die hier in freier Wildbahnn lebenden Orang Utans, im malaysischen Sprachgebrauch auch als "Waldmenschen" bezeichnet. Bis vor wenigen Jahren gabe es hier ein Projekt der UNESCO für Aufzucht und Auswilderung von Orang Utans. Das wurde aber gestoppt, da die Tiere nur noch Touristen gefüttert wurden.
Um halb neuen Uhr morgens gehen wir los. Gleich hinter der Hängebrücke über den Fluss beginnt der Urwald. Und schon nach einer Viertelstunde sehen wir auch eine ältere Orang Utan Dame mit ihrem Baby in den Astgabeln eines Baumes hängen. Leider sollte das für heute das einzige mal sein, diese Menschenaffen zu sehen. Die können bis zu 50 Jahre alt werden und sind Einzelgänger, ausgenommen die Mütter, die ihre Kinder bis zu 6 Jahre großziehen. Normalerweise leben sie fast ausschließlich in den Bäumen, mal ausgenommen von "Mina". Diese Orang Utan Dame ist ziemlich aggressiv und verlässt die Bäume um Menschen anzugreifen. Über 50 Guides hat sie schon gebissen. Sie hat es sogar in den Lonely Planet geschafft. An einem bestimmten Ort ist sie immer wieder anzutreffen, heute jedoch leider nicht. Aber auch sonst hat der Dschungel hier einiges zu bieten. Vor allem die Blutegel haben es auf uns abgesehen. Die kommen jetzt in der Regenzeit häuufiger vor. Gefährlich sind die nicht, aber unangenehm. Man sollte lange Hosen tragen und diese in die Strümpfe stopfen damit die Blutsauger nicht an die Haut kommen. Gegen drei Uhr nachmittags sind wir wieder zurück, gerade noch rechtzeitig vor dem großen Gewitter heute.

 

Tag 10, Mittwoch, 23.10.2019 - Von Bukt Lawang nach Samosir (km 771)

Schon gleich nach Sonnenaufgang mache ich mich ohne Frühstück auf den Weg zum nächsten Tagesziel, dem Lake Toba. Das ist der größte Kratersee der Welt und befindet sich mitten in Nordsumatra. Ich war vor ein paar Jahren schon mal da und es hat mir sehr gut gefallen. Außerdem liegt das auf meinem Weg. Einen direkten Weg dorthin gibt es nicht, obwohl der gar nicht so weit entfernt liegt von Bukit Lawang. Ich muss wieder die 90 Kilometer zurück nach Medan fahren und dort eine andere Richtung einschlagen. Also wieder durch den chaotischen Verkehr, der deine Konzentration bis zum Äußersten fordert - aber ich komme gut durch und finde die Hauptstraßé Richtung Süd-Westen schnell. Eine Stunde später führt die Fahrt bergaufwärts in ein grünbewaldetes vulkanische Gebirge, das Teil des pazifischen Feuerrings ist.Und natürlich fängt es wieder zu regnen an. Ich muss immer wieder mal ne halbe Stunde halten und Schut vor dem Regen finden - das kostet Zeit. Aber man lernt auch Leute kennen wenn man warten muss. Kurz vor drei Uhr nacmittags erreiche ich den Seeort Tigaras, gerade noch rechzeitig um die 15-Uhr Fähre zur Insel Samosir nicht zu verpassen. Samosir (indonesisch: Pulau Samosir) ist eine vulkanische Insel im Tobasee im Norden Sumatras. Sie ist mit 647 km² etwa so groß wie die Inseln Ibiza oder Singapur. Sie ist die größte Insel in einem See auf einer Insel und hat selbst zwei kleine Seen (Wiki). Der Tourismus auf dieser Insel spielt sich im wesentlichen auf der Halbinsel "TukTuk" ab, 20 km vom Fähranleger entfernt. Bis ich dort eine passende Unterkunft gefunden habe (Bagus Homestay), bin ich wieder vom Regen erwischt worden. Wenigstens haben die einen Unterstellplatz für die BMW. Und weil das alles hier so touristisch und christlich geprägt ist, bekommt man auch ein westliches Essen (heute gibt's Spaghetti nach dem vielen Reis der vergangenen Tage) und natürlich ein großes Bintang Bier. Das haben mir die Moslems die vergangenen Tage verwehrt. Dazu kommt noch daß heute Mittwoch ist, und Mittwochs und Samstags hier im Bagus Bay eine Batak-Tanzgruppe auftritt. Für Unterhaltung ist also auch gesorgt.

 

Tag 11, Donnerstag, 24.10.2019 - Ruhetag in Tuktuk (km 811)

Nach der anstrengenden Fahrt gestern von Bukit Lawang hierher habe ich mir heute einen Ruhetag verordnet. Es hat die ganze Nacht durchgeregnet und bei Regen weiterfahren habe ich eigentlich keine Lust. Aber um halb zehn nach dem Frühstück hat es schlagartig aufgerhört, die Wolken haben sich verzogen und die Sonne kommt heraus. Dass ich die hier nochmals sehe hätte ich nicht gedacht. Im Zimmer unter mir ist ein älteres Paar aus Erding. Sie ist Idonesierin und die Schwester des Inhabers hier, er ein echter Urbayer. Sie nehmen mich mit zum Markt nicht weit von hier. Zunächst muss ich jedoch ein paar Wartungsarbeiten an der Bayerin tätigen. Der Gesamtkilometerzähler hat vorgestern den Geist aufgegeben. Den kann ich nicht reparieren, denn die Tachowelle läuft noch. Aber den hängenden Gasgriff habe ich wieder in Ordnung gebracht. Und den verdreckten Seitenständer wieder gängig gemacht.
Die Insel Samosir gehört zur Provinz Sumatra Utara mit der Hauptstadt Medan. Die hiesige Bevölkerung gehört dem Stamm der Batak an. Sie sind mehrheitlich christianisiert. Ihre Häuser erkennt man an den mächtigen gebogenen Satteldächern.
Entstanden ist der Kessel des Tobasees durch die Eruption des Supervulkans Toba vor ca. 74.000 Jahren, die weltweit zu einer Abkühlung des Klimas geführt haben soll, was, der Toba-Katastrophentheorie zufolge, die Ausbreitung des Menschen möglicherweise entscheidend beeinflusst hat (Wiki). Inmitten der Insel Samosir hat sich wieder ein Vulkan gebildet. Und da rauf führt eine recht neue Straße in vielen Kurven und Kehren. Das macht das Fahren richtig Spaß, so ohne Gepäck und bei schönem Wetter. Außerdem hat man von oben eine grandiose Aussicht auf die Insel, den See und die dschungelbewachsene Kraterlandschaft drumherum.

 

Tag 12, Freitag, 25.10.2019 - Von Tuktuk nach Padang Sidempuan (km 1080)

Heute muss ich unbedingt mal Kilometer machen, denn ich habe noch einen sehr langen Weg in Sumatra vor mir. Glücklicherweise hört der nächtliche Dauerregen gegen halb acht Uhr auf. Ich packe alles zusammen, belade die Bayerin, nehme noch ein schnelles Frühstück ein und fahre los, nicht ohne mich von meinen Erdingern zu verabschieden. Die Ringstraße der Insel Samosir umfahre ich in nördlicher Richtung. Am anderen Ende hat die Insel eine Landzunge zum Krater, d. h. ich brauche keine Fähre heute. Die Ringstraße sowie der Anstieeg zum Kraterrand des Tobasees sind neu gemacht. Da lässt es sich prima fahren, auch der Verkehr ist hier relativ gering. Endlich mal entspanntes Mopedfahren in Indonesien. Der Kraterrand des Tobasees mündet in ein Hochplateau auf über 1000 Metern Höhe. Dort ist es am Vormittag noch recht frisch. Mit zunehmender Fahrt in südlicher Richtung ändern sich die Straßenverhältnisse wieder. Immer wieder mal kommt ein gut präparierter Streckenabschnitt der dann jäh in ein gänzlich unbefestigtes Stück mündet, wo es dich und das Motorrad gehörig durchschüttelt, wenn du nicht rechtzeitig auf die Bremse trittst. Ein weiteres Problem sind die vielen Löcher in der Straße. Die sollten dringendst umfahren werden. Die Strecke stellt also höchsten Anspruch an Mensch und Maschine.
Gegen halb vier am Nachmittag habe ich dann 263 Tageskilometer abgefahren und komme in der Stadt Padang Sidempuan an. Für heute reicht es mir und auch die Konzentration auf die Straße geht merklich zurück. Also suche ich mir ein Hotel. Es wird das Maninjau, Zimmerpreis 10 Euro. Leider habe ich das christliche Gebiet der Batak schon längst wieder verlassen und der Islam beherrscht diese Stadt - heißt für mich: kein Feierabendbier heute!

 

 Tag 13, Samstag, 26.10.2019 - Am Äquator (km 1386)

Die heutige Tagesetappe soll mich nach Bukittinggi bringen. Das liegt knapp 300 km südlich von hier, also ein sehr langes Stück zu fahren für indonesiche Verhältnisse. Deshalb stehe ich auch schon vor Morgengrauen um halb sechs Uhr auf, packe wieder alles zusammen und nehme das Frühstück ein, das ich gestern Abend im Supermarkt zusammengesucht habe. Viertel nach sechs fahre ich los, denn es ist schon hell. Hier in den Tropen wird es so schnell hell, als ob jemand das Licht einschaltet. Der Stadtverkehr in Padang Sidempuan hält sich um diese Zeit auch noch in Grenzen, sodaß ich schnell rauskomme. Auch die Straße ist in ganz passablem Zustand. Immer wieder mal schaffe ich es in den 5. Gang zu schalten (ich wusste bisher gar nicht mehr daß es den noch gibt) und auf 80 km/h zu beschleunigen. Trotzdem muss man höllisch aufpassen, denn der Schein trügt hier. Immer wieder weist die Straße tiefe Schlaglöcher auf, die man dringendst vermeiden sollte. Und wie in den vergangenen Tagen auch, hört die gute Straße abprupt auf und ein kürzerer, unbefestigter Abschnitt folgt. Nach etwa 150 km führt die Strecke wieder in die dschungelbewachsenen Berge Sumatras mit vielen Kurven und Kehren. Eine wirklich tolle Landschaft. Aber auch hier ist Obacht geboten. Denn in der Regenzeit (also jetzt) kommt es hier immer wieder zu Erdrutschen, die die Straße versperren. Immer wieder mal muß ich halten und warten bis der Bagger die Straße freigräumt hat. Auch die Raststätten hier am Wegesrand kann man sich gut leisten. Ein Teller Reis mit Gemüse und Fisch, dazu eine Tasse Tee für umgerechnet 1,50.- Euro!
Der Meilenstein des Tages ist aber nicht das Ziel Bukittinggi, sonder liegt etwa 60 km davor: nämlich die Überschreitung des Äquators. Den kann man nicht verfehlen, denn eine große Durchfahrt mit großem Schild weist darauf hin. Also halten und ein paar Fotos schießen. Die paar wenigen fliegenden Händler hier versuchen mir unbedingt ein Äquator-T-Shirt zu verkaufen. Ich habe aber güngend Klamotten dabei. D. h. die gehen leer aus.
Um zwei Uhr nachmittags erreiche ich dann die Stadt Bukittinggi (indonesisch für „hoher Hügel“). Die Stadt liegt auf 920 Metern Höhe, was das Klima ganz erträglich macht. Untergekommen bin ich hier im Bukittinggi Family Homestay. Dabei handelt es sich um ein schönes, sehr gepflegtes Einfamilienhaus, mit Eingangsbereich, Wohnzimmer (Flachbildschirm mit Soundanlage), Esszimmer, Küche, drei Schlafzimmer, Gemeinschaftsbad und einem kleinen Teich mit Springbrunnen und Goldfischen. Das Haus wird wegen der drei Schlafzimmer an bis zu drei Parteien gleichzeitig vermietet. Heute bin ich der einzige Gast des Hauses. Und jetzt kommts: Das ganze Haus kostet mich 10.- Euro !!!  Ich glaube, ich bleibe für immer hier.

 

 Tag 14, Sonntag, 27.10.2019 - Von Bukittinggi nach Padang (km 1485)

Ich muss mich korrigieren: das Haus von gestern hat nicht 10.- Euro pro Nacht gekostet, sondern stolze 13.- Euro! Also doch nicht für immer hierbleiben - ich fahre weiter nach Padang. Mein nächstes größeres Ziel "Mukomuko" ist für eine Tagesetapppe zu weit entfernt, bis Padang sind es nur ca. 100 km. Die kann man in zwei Stunden abfahren. Und ich brauche dringend mal eine Fahrpause nach den vergangenen anstrengenden Tagen. Die Straße nach Padang ist in echt Top-Zustand und bei freier Fahrt wäre das nur eine Stunde. Aber der Verkehr hier lässt halt nicht mehr zu als ein Mittel von 30-40 km/h. Eigentlich habe ich mir heute früh geschworen, mich nicht mehr über den Verkehr hier aufzuregen. Aber damit war es schon nach ner Viertelstunde vorbei. Denn entweder die Verkehrsteilnehmer schleichen wie ne Schnecke über die Straße und blockieren den ganzen Verkehr (speziell LKWs), oder aber sie rasen über den Highway und überholen derart riskant, daß einem Angst und Bange wird. "Normale" Fahrer gibt es nicht. Speziell die langsamen Fahrzeuge ziehen eine lange Schlange hinter sich her. Und in dieser Schlange sind wieder viele ungeduldige Fahrer die dann trotz Gegenverkehr "auf Teufel komm raus" überholen.
Durch die Holperei der beiden Tagesfahrten gestern und vorgestern hat es den rechten Blinker aus der Verankerung gerissen. Der hängt nur noch am Kabel. Den muss ich dringendst reparieren, bevor er noch wegfällt. Ich versuche ihn immer wieder während der Fahrt in den Halter zu stecken, doch das hält nicht lange an.
Gegen Mittag erreiche ich dann das "Batang Arau Homestay" Hotel in der Fast-Millionenstadt Padang. Das kann nicht wirklich mit meinem Haus von gestern mithalten, kostet aber nun wirklich nur 10.- Euro (die ich gleich bezahle). Padang ist die Hauptstadt der Provinz West-Sumatra und liegt am Indischen Ozean. Die Stadt stand lange unter holländischem Einfluss während der Kolonialzeit im 17. Jahrhundert. Viel ist nicht mehr davon zu sehen. Irgendwie gleichen sich die Städte hier wie Eineiige Zwillinge. Dreckig, stinkend vor Abgasen (Feinstaub - was ist das?) und ein Motorengeknatter von morgens bis abends. Hunderte von Leuten auf der Straße, die alle entweder etwas kaufen wollen, oder etwas verkaufen wollen. Eben typisch asiatisch.
Den Nachmittag verbringe ich damit die Innenstadt zu Fuss zu erkunden. Richtig! Zu Fuss! Das Moped bleibt stehen - ich habe keine Lust mehr, mich heute durch den Verkehr zu kämpfen. Im Außenbereich eines Hotelcafes lasse ich mich nieder um einen "Americano" zu trinken. Als ich später bezahlen will sagt die Kassiererin, mein Freund hätte schon bezahlt. Wie? Ich wusste gar nicht, daß ich hier Freunde habe. Und der gute Freund ist schon weg. Keine Chance, ihn kennenzulernen.
Am Abend besuche ich den "Bat&Arrow Beer Garden" nur unweit von meinem Hotel. Da hängt ein Bintang Schild am Eingang. D. h. die haben tatsächlich Bier! Meine Fastenzeit der letzten drei Tage ist also vorbei. Und Essen kann man dort auch - bloß kein Reis jetzt. Ich bestelle Spaghetti Bolognaise ... . Leider tut sich hier kein Freund auf.

 

 Tag 15, Montag, 28.10.2019 - Von Padang nach Mukomuko (km 1788)

Die Tage gleichen sich. Aufstehen vor Sonnenaufgang und Abfahrt gleich danach. Sumatra ist halt riesengroß und es dauert extrem lange, es zu durchfahren. Meine Vorgabe wenigstens jeden zweiten Tag zu pausieren kann ich vergessen - da komme ich ja nie ans Ziel. Heute habe ich jedoch Glück, denn die Straße ist in gutem Zustand und der Verkehr hält sich in Grenzen. Da kann ich immer wieder mal in den 5. Gang schalten und auf 80 km/h hochbeschleunigen. Auch die Strecke ist abwechslungsreich: mal geht es durch die Berge und mal direkt an der Küste des indischen Ozean entlang. Lediglich die letzten 50 km vor der Provinzstadt Mukomuko sind wieder miserabel und machen den Tagesschnitt kaputt (hoffentlich nur den und nicht das Moped).
Was heute jedoch noch unangenehmer als der Verkehr und die Straßenverhältnisse sind, ist das viele Getier auf der Straße. Katzen, Schweine, Hunde, Ziegen und Kühe lassen sich da nieder. Als wenn es keinen Stall gäbe, das Vieh einzusperren. Bislang ist mir in Sumatra positiv aufgefallen, daß es kaum freilaufende Hunde gibt wie sonst überall in Asien. Das kommt vielleicht daher, daß die Indonesier auch Hunde essen. In dieser Gegend wohl nicht. Die sollten hier unbedingt ihre Eßgewohnheiten ändern.
Gegen halb zwei am Nachmittag bin ich dann angekommen und finde auch das Madiyara Hotel recht schnell. Das hat mir Chairil aus Medan empfohlen. Da bleibt am Nachmittag noch Zeit die BMW mal wieder gründlich säubern zu lassen. Für 40.000 Rupies (2,60.- Euro) machen sich gleich drei Indonesier ans Werk, einer sogar mit einer Zahnbürste.

 

Tag 16, Dinstag, 29.10.2019 - Von Mukomuko nach Bengkulu (km 2079)

Mein Madiyara Hotel bietet sogar ein reichhaltiges Frühstücksbuffet an. Wenn auch nur indonesischer Art. Dafür gibt's das schon ab 6 Uhr morgens. Also genau zur richtigen Zeit für mich vor der Abfahrt. Mein Ziel heute ist die Stadt Bengkulu, etwa 300 km südlich von hier, ebenfalls am Indischen Ozean gelegen. Und das erste Mal seit ich in Indonesien unterwegs bin fahre ich tatsächlich auf einem Untergrund den man getrost als Straße bezeichnen kann. Ziemlich neu gemacht, so wie's aussieht, ist die Straße mit einer guten Bundesstraße daheim vergleichbar. Und: wenig Verkehr und wenig Getier unterwegs. Bis morgens um neuen habe ich die Hälfte der Strecke schon hinter mich gebracht und überlege, ob ich nicht doch noch ein Stück weiter dranhänge an diese Tagesetappe. Aber den Gedanken muss ich auf der zweiten Hälfte sofort verwerfen, denn die alte Leier beginnt wieder. Immer wieder mal ein gutes Stück, dann ein löchriges, dann wieder mal komplett unbefestigt. Also bleibt das Tagesziel die Stadt Bengkulu, die ich gegen 13:30 Uhr dann auch sicher erreiche. Untergekommen bin ich hier im Oyo 679 Hotel Niaga. Beim Einchecken wollten die 350.000 Rupies von mir. In Booking.com bekommt man es aber für 260.000 habe ich der Rezeption gezeigt. Das gilt nur bei Online-Buchung, sagten die mir. Da musste ich das Hotel doch glatt an der Rezeption Online buchen um den günstigeren Preis zu bekommen!
Zu sehen gibzt es hier nicht viel in der Stadt. Vielleicht noch am ehesten das Fort Marlborough. Das haben die Briten im 18. Jahrhundert während der Kolonialzeit errichtet. Mit "Marlborough Country" hat das jedenfalls nichts zu tun. Am Stadtstrand, dem "Pantai Panjang Beach" kann man schön sitzen in einem der vielen Foodstalls und aufs Meer schauen. Baden sollte man tunlichst unterlassen wegen der hohen Wellen und der Strömung.

 

Tag 17, Mittwoch, 30.10.2019 - Von Bengkulu nach Krui (km 2423)

Seit einer Woche komme ich mir vor, als würde ich durcharbeiten. Aufstehen um halb sechs, wenn möglich ein Frühstück einwerfen, und ab zur Arbeit (Motorradfahren) um halb sieben - Wochenenden gibt's keine! Die sind gestrichen. Auch heute Frühstück im Zimmer. Der Nachtportier macht mir wenigstens einen indonesischen Kaffee. Das ist eine starke schwarze Brühe, die man in der Regel mit Zucker trinkt. Ganz austrinken kann man die Tasse nicht, denn es bleibt etwa 1 cm Satz in der Tasse zurück.
Die vergangenen beiden Tage machte die Bayerin etwas "Mucken". Bei niedriger Drehzahl ruckelte sie ständig und ging im Leerlauf öfters aus. Sie ist halt doch eine Frau, die öfters nörgelt und Zuwendung braucht. Deshalb habe ich mich gestern Nachmittag mal wieder mit ihr befasst. Der Unterbodenschutz hing weg (ein Halter gebrochen, beim anderen die Schraube verloren), das Sitzbankschloss geht nur noch manchmal auf (selbst Öl hilft da nicht weiter). Das Ruckeln kommt wohl daher, daß entweder durch den vielen Regen Wasser in die Vergaser gekommen ist, oder aber Dreck durch verunreinigtes Benzin. Also wurden beide Ablaßschrauben der Vergaserkammern geöffnet und ein halber Liter Sprit abgelassen. Den ganzen Vergaser zu zerlegen, habe ich eigentlich keine Lust und wahrscheinlich auch nicht alles Werkzeug dabei. Und wenn dir dann eine Schraube, Düse oder Dichtung verloren geht, dann war's das! Trotzdem habe ich mal vorsorglich in der Facebook-Gruppe "Indonesia Overland Network" nachgefragt, ob jemand eine gute Werkstatt in Jakarta kennt. Wasser und Dreck habe ich jedenfalls im Ablass nicht feststellen können, aber seit heute früh läuft sie wieder rund wie eh und jeh. Es hat halt doch die Zuwendung gefehlt!
Die heutige Etappe ist mit 330 km die bisher längste in Sumatra. Aber ich komme einigermaßen gut voran, auch wenn es immer wieder mal regnet. Wie die vergangenen Tage, so ist auch heute der Indische Ozean mein treuer Begleiter. Immer wieder mal führt die Strecke direkt am Meer entlang. Manchmal sprizt sogar die Gischt auf die Straße und das Salzwasser klebt auf dem Visier des Helms. Gut daß ich früh weggefahren bin, denn bis ich endlich am Ziel bin ist es schon fast drei Uhr nachmittags. Mit dem "Krui Saejadi Surf Camp" finde ich auch recht schnell eine Unterkunft, nur 50 Meter vom Strand entfernt. Zum Baden lädt der kilometerlange Sandstrand der Bucht hier nicht grade ein, schon gar nicht in der Regenzeit. Bekannt ist der Ort hier wegen des Wellenreitens. Und so gibt es hier viele Unterkünfte und Shops die sich auf die Surfer weltweit eingestellt haben. Tatsächlich sehe ich einige die sich damit beschäftigen, wirklich viele sind es jedoch nicht - es ist halt Nebensaison. Aber die Surfer hier sind doch fast meinesgleichen, die surfen auf den Wellen des Indischen Ozeans, ich auf den Kurven der Straßen Indonesiens!

 

 Tag 18, Donnerstag, 31.10.2019 - Durch den Räuberwald nach Bandar Lampung (km 2670)

Heute steht die letzte größere Etappe in Sumatra an. Das Ziel soll die Stadt Bandar Lampung ganz im Süden der Insel sein. Die ersten 70 km führen jedoch meist an der Küste entlang, bevor die Straße dann Richtung Osten in die dschungelbewachsenen Berge führt. Und in genau denen soll es in der Vergangenheit immer wieder zu Überfällen gekommen sein. Es wird dringendst geraten nicht bei Nacht durch die Berge zu fahren. Und selbst bei Tag sich einen Konvoi bilden und nicht alleine zu fahren. Aber viele Leute in Krui haben mir gestern gesagt, diese Zeiten sind längst vorbei, seit die Straße in gutem Zustand ist und viel befahren. Trotzdem nehme ich meine einzige Waffe, die ich dabei habe, in meine Jackentasche - ein Pfefferspray. Wie man es bedient, weiß ich jedoch nicht ganz genau. Ich habe es noch nie gebraucht. Im Nachhinein war die Berg- und Talfahrt durch den tollen Dschungel völlig harmlos (aus meiner Sicht). Wenn möglich habe ich mich immer an ein Auto drangehängt. Ich glaube die Wahrscheinlichkeit hier einen Sumatra-Tiger zu sehen ist wesentlich größer als einen Räuber. Und von den Tigern gibt es nicht mehr allzu viele.
Am frühen Nachmittag erreiche ich dann auch Bandar Lampung. Der Verkehr nimmt exponentiell zu, je näher man dem Zentrum kommt. Troztdem erreiche ich unbeschadet mein "RedDoorz Plus" Hotel. Eine wirklich schöne Location für 16.- Euro die Nacht. Die haben sogar einen kleinen Pool. Das Wasser ist erfrischend kalt, auch wenn es schon etwas grünlich schimmert. Da fehlt halt eine Schaufel Chlor! Egal, hier kann man's aushalten am Pool und mal richtig abhängen bei balinesischer Spa-Musik im Hintergrund. Damit ist's aber Punkt 15 Uhr vorbei. Denn es ruft wieder mal der Muezzin zum Gebet. Laut schallend klingt es fünf mal am Tag für ne Viertelstunde von den Minaretten sämtlicher Moscheen des Landes. Da verstehst du kaum dein eigenes Wort. Am Anfang dachte ich noch, daran gewöhnst du dich. Aber jetzt nach fast zwei Wochen hier nervt es eher noch mehr. Ich bin halt doch kein Muslime.
Und Bier zu bekommen in einer muslimischen Großstadt ist auch schwer. Im größten Supermarkt habe ich keines gefunden. Die Übersetzungsapp spuckt das indonesische Wort "bir" für Bier aus. Das versteht die Verkäuferin und begleitet mich zu einer separaten Theke ganz im hintersten Eck des Ladens. Und dort gibt es tatsächlich kaltes "bir", Bintang eben. Aber das schmeckt ganz gut. Und so komme ich heute doch noch zu meinem verdienten Feierabendbier. Ist auch dringend nötig, nach dem vielen Staub, den ich heute geschluckt habe. Noch während des Biergenusses lese ich (fast) mit Entsetzen in meiner "Indonesia Overland" Gruppe die Story von einem Deutschen, bei dem vor nicht langer Zeit in einem Waldstück vor Krui (das ich gestern auch durchfahren habe - Schluck!), ein Überfallversuch unternommen wurde. Ein Moped ist neben ihn gefahren und der Sozi hat ihm den Schlüssel aus dem Zündschloß gezogen, sodaß er anhalten musste. Er konnte die "Räüber" aber dann doch mithilfe anderer Einheimischer in die Flucht schlagen.
Außerdem war ich heute mal wieder am Geldautomaten und habe vier Millionen abgehoben - das sollte mir mal in Deutschland passieren!

 

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